Anlageberatung
Anlageberatung weiterhin gefragt
Ein Honorar für die Geldanlageberatung zu zahlen kommt für die meisten Anleger aber scheinbar nicht in Frage. Mehr Eigeninitiative bei der Informationsbeschaffung für potenzielle Anlagen steht dagegen höher im Kurs der Privatanleger.
Im April ließ die DZ Bank eine repräsentative TNS Infratest Umfrage an 1.067 Personen über 18 Jahre mit Anlage-Affinität durchführen. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Qualität der Beratung durch Banken und unabhängige Finanzdienstleister trotz des seit der Finanzkrise gewachsenen Misstrauens der Privatanleger einen überwiegend guten Ruf bei diesen genießt.
Demnach soll sich eine Mehrheit von 85 Prozent der Befragten, die in den letzten Jahren ein Beratungsgespräch über ihre Geldanlage in Anspruch genommen hatten, mit dem Gespräch bei der Bank sehr zufrieden gezeigt haben oder dieses zumindest neutral bewertet haben. Gerade mal die übrigen 15 Prozent gaben an, eher nicht zufrieden oder gar nicht zufrieden gewesen zu sein mit der Beratungsleistung.
Auch wenn die angegebenen Zufriedenheitswerte der Studie in den Zeiten des abnehmenden Vertrauens gegenüber Banken und Anlageberatern vergleichsweise positiv sind, einem Berater dafür Geld bezahlen wollen die wenigsten der Befragten. Dazu wären der Studie zufolge nur 20 Prozent der Interviewten bereit. Darüber hinaus verwundert es nicht gerade, dass nur noch ein Viertel dieser mit 20 Prozent ohnehin schon recht geringen Anzahl an befragten Personen (also nur 5 %) dafür den Berater üblichen Honorarsatz von 150 Euro investieren würde.
Derzeit setzt der private Investor aber die Wichtigkeit eigener Informationsrecherche recht hoch an: 54 Prozent verlassen sich der Studie zufolge nicht mehr nur auf den Anlageberater, sondern holen auch selbst Infos, zum Beispiel über Vergleiche, ein.
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