Krankenversicherung
Arbeitnehmer fehlen wieder häufiger
Vor allem psychische Erkrankungen sollen dabei eine immer größere Rolle spielen, auch bei Führungskräften.
Wie der BKK Bundesverband kürzlich mitteilte, gehören extrem niedrige Krankenstände wieder der Vergangenheit an. Bereits seit 2007 soll es einen kontinuierlichen Anstieg bei den Krankentagen der Bundesbürger geben, nachdem erst 2006 der geringste Stand (12,4 Tage) seit 30 Jahren in 2006 vermeldet werden konnte.
Im letzten Jahr sei pro Arbeitnehmer eine Fehlzeit von 13,4 Tagen zusammen gekommen, teilt der BKK Bundesverband ins seinem 33. Band des seit 1976 veröffentlichten Gesundheitsreports mit. Der repräsentative Report erfasst und analysiert die gesundheitlichen Befunde jedes vierten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, über die Krankheitszahlen privat versicherter Personen (PKV) kann er dagegen keine Auskunft geben.
Die Studie mit dem Titel „Gesundheit in Zeiten der Krise“ offenbarte über die Fehltage hinaus unter anderem auch die häufigsten Krankheitsursachen. Dabei finden sich die psychischen Erkrankungen hinter Muskel- und Skeletterkrankungen, Atemwegserkrankungen und Verletzungen auf dem vierten Platz mit einem Anteil von 10 Prozent aller Krankentage ein.
Psychische Leiden sollen sich auch in den deutschen Führungsetagen als häufiger Grund für Fehltage bei freiwillig gesetzlich Versicherten immer stärker etablieren, hier soll laut BKK sogar eine überdurchschnittliche Zunahme feststellbar sein.
Der Löwenanteil der Krankentage soll vor allem auf das Konto der Langzeitkranken gehen. Die Krankheitsfälle, die länger als sechs Wochen dauern, sollen zwar nur einen prozentualen Anteil von 4 Prozent ausmachen, dafür sollen sie aber laut den Informationen des BKK Bundesverbands rund 45 Prozent der Ausfalltage verantworten.
Bei der Untersuchung der unterschiedlichen Gruppen ergab der Gesundheitsreport, dass Arbeitslose den höchsten Krankenstand mit fast 26 Tagen vor gewerblich Beschäftigten haben, die körperlich schwer arbeiten (zum Beispiel Maurer oder Betonbauer). Dabei sollen sich die Krankentage aufgrund psychischer Ursachen bei Arbeitslosen in den vergangenen vier Jahren sogar verdoppelt haben.
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