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BKK und IKK droht Kundenschwund

BKK und IKK droht Kundenschwund

Gesetzliche Krankenversicherung bei EasyFinanz24

Vor kurzem erst ermittelte die Assekurata die Wechselbereitschaft der gesetzlich Krankenversicherten. Jetzt hat die Ratingagentur noch einmal nachgelegt und die Kassen genannt, die am ehesten Gefahr laufen, einen großen Teil ihrer Kunden nach der Erhebung eines Zusatzbeitrags zu verlieren.

BKK und IKK droht Kundenschwund

Schon seit Mitte Januar etwa beschäftigt das Thema Zusatzbeitrag wieder die Nation. Durch die Ankündigung einiger Kassen, in Kürze oder noch in diesem Jahr mehr Geld von ihren Mitgliedern verlangen zu müssen, keimte erneut die Diskussion um die Bezahlbarkeit des deutschen Gesundheitswesens auf. Doch auch die Frage nach der Bereitschaft der Kunden, einen möglichen Zusatzbeitrag an ihre Kasse zu leisten, stand schnell auf dem Programm. Die Ratingagentur Assekurata beispielsweise hatte sich mit einer Umfrage dazu an die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland gewagt.

Doch wie die Agentur jetzt mitteilt, hatte sie im Januar nicht nur herausfinden können, wie der von den Versicherten tolerierte Rahmen für einen Zusatzbeitrag aussieht, sondern auch die Wechselbereitschaft der Kunden bestimmter Kassen. Bei der Umfrage waren 1072 gesetzlich Krankenversicherte zu Wort gekommen. Dabei kam heraus, dass besonders die Versicherten der Innungskassen und der Betriebskrankenkassen beim Zusatzbeitrag keine große Bereitschaft zum Verbleib in ihrer Kasse zeigen.

So soll für die Gemeinsame Betriebskrankenkasse (GBK) Köln und die Betriebskrankenkasse (BKK) für Heilberufe, die beide rückwirkend zum 1. Januar 2010 einen Zusatzbeitrag in Höhe des maximal möglichen Satzes von monatlich einem Prozent des Einkommens verlangen sollen, die Gefahr des Kundenverlustes besonders hoch sein. In Zahlen sollen womöglich 2,1 Millionen Mitglieder zum Wechsel der Kasse bereit sein.

Vor allem die Mitglieder der Innungskassen (IKK) sind nach den Ergebnissen der Studie am ehesten zum Wechsel bereit, bereits ab 8 Euro mehr sollen über 40 Prozent von ihnen der Kasse kündigen wollen. Ab einem Beitrag von 35 Euro seien das sogar 76,4 Prozent. Warum das gerade bei IKK und BKK so ist, erklärt Guido Leber von der Assekurata: „Viele dieser Kassen zählten bis zur letzten Gesundheitsreform zu den Preisführern am Markt. Dementsprechend preisaffin sind ihre Mitglieder.“

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