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KKH-Allianz beklagt explodierendes Krankengeld

KKH-Allianz beklagt explodierendes Krankengeld

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Die Hannoveraner Krankenkasse KKH-Allianz beklagt dieser Tage die Kostenexplosion beim Krankengeld, das sie und auch die anderen deutschen Krankenkassen für ihre kranken Versicherten bei einer Krankschreibung von über sechs zu zahlen haben. Demnach sollen die Deutschen trotz Wirtschaftskrise immer länger krank zu Hause sein.

KKH-Allianz beklagt explodierendes Krankengeld

In den letzten Monaten haben die Krankenkassen in Deutschland durch Maßnahmen wie die Zusatzbeiträge oder Medikamentenpreise einige Diskussionen losgetreten. Hierbei stehen vor allem die Kosten an erster Stelle. Genau so ist es einmal mehr mit einer aktuellen Meldung der gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz aus Hannover. Die nach eigenen Aussagen viertgrößte Krankenkasse in Deutschland beklagt die Ausgaben beim Krankengeld. Nach ihren Daten sollen es die deutschen Kassen mit einer regelrechten Explosion bei den Krankengeld Kosten zu tun haben. Als einen Grund nennt die Krankenkasse, dass die Deutschen trotz Krise länger krank zu Hause sind.

Der Trend zum „längeren Kranksein“ soll sich laut KKH besonders bei den Langzeitkranken zeigen. Sie sorgten demnach dafür, dass deutsche Arbeitnehmer im vergangenen Jahr auf eine durchschnittliche Fehlzeit von 15,9 Tagen gekommen sind. Außerdem muss für gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer, die länger als sechs Wochen lang krank geschrieben sind, in der Regel Krankengeld von der Kasse gezahlt werden. Genau hier drückt den Vorstandsvorsitzenden der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, der Schuh. „Vor fünf Jahren flossen pro Jahr insgesamt 154 Millionen Euro in diesen Bereich, im vergangenen Jahr waren es bereits 225 Millionen – eine Steigerung in derart kurzer Zeit um über 40 Prozent“, konkretisiert er den Anstieg.

Als Kosten treibende Posten beim Krankengeld nennt die Krankenkasse einen Anstieg der Arbeitsunfälle ihrer Versicherten. So soll sich die Zahl der Unfälle um 14 Prozent seit 2006 gesteigert haben. Als Hauptkomponenten macht die Kasse jedoch die psychischen und von Verhaltensstörungen gekennzeichneten Krankheitsfälle verantwortlich. Seit 2006 soll sich hier ein Anstieg um 13 Prozent ergeben haben, dem inzwischen etwa 70 Prozent der Kostensteigerung beim Krankengeld laut KKH-Allianz nachgesagt werden kann.

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