Gesetzliche Krankenversicherung
KKH-Allianz fordert Regierung zum Handeln auf
Anlass dazu könnte die heute veröffentlichte Studie der Kasse gegeben haben, nach der sich die meisten Befragten vor einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung fürchten.
Nach der Bundestagswahl am 27. September ist noch nicht ganz klar, wie es mit der Gesundheitspolitik in Deutschland weitergehen soll. Nach dem ersten großen Schock, nämlich dem bis vor wenigen Tagen scheinbar unentdeckten Finanzierungsloch von ca. 7,5 Milliarden Euro, hat sich der Gesundheitsfonds womöglich nicht nur bei der FDP unbeliebt gemacht.
Die FDP versucht nicht nur gegen den von Noch-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt unter anderem wegen seiner guten Finanzlage hoch gelobten Gesundheitsfonds anzukommen, sondern will diesen nach wie vor am liebsten abschaffen. Als Kompromiss, da die CDU/CSU von den Privatisierungsideen des Gesundheitswesens (alles nur noch PKV) nicht viel hält und den Gesundheitsfonds behalten will, ist ein verbesserter Wettbewerb zwischen den Kassen im Gespräch.
Wohin der Streit der frischen Koalition noch laufen wird bzw. wie man sich letztlich einigen wird, ist noch nicht ganz klar. Hoffnungen auf Verbesserung der Finanz- und Versorgungssituation dürften jedoch eher unerfüllbar sein. Diese Hoffnungen soll es bereits vor der Bundestagswahl bei vielen GKV-Versicherten schon nicht mehr gegeben haben, ergab eine heute veröffentlichte Studie der gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz. Sie zeigt in der bereits vor der Wahl durchgeführten Befragung einen eher pessimistischen Eindruck der Deutschen von der Zukunft des deutschen Gesundheitssystems.
Bei der repräsentativen forsa-Umfrage unter 1000 Kassenpatienten zeigten sich besonders die 45- bis 64-jährigen als verängstigt, 77 Prozent von ihnen denken, dass sich die Gesundheitsversorgung in Deutschland in den nächsten fünf Jahren verschlechtern wird. Laut Ingo Kailuweit, Vorstandschef der KKH-Allianz, ist es höchste Zeit, das Gesundheitswesen entsprechend sicher für die Zukunft zu machen. Er fordert „Die Koalition aus CDU/CSU und FDP muss einen klaren Kurs steuern.“
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