Naturwissenschaftler sind am gesündesten
Naturwissenschaftler sind am gesündesten
Die gesetzliche Krankenkasse KKH-Allianz hat die Krankheitsdaten ihrer Mitglieder für das vergangene Jahr ausgewertet. Hierfür waren sowohl die Fehltage als auch die Krankheiten, die zu den Fehlzeiten führten, von Wichtigkeit für die Studie der Krankenkasse.
Dabei konnte die KKH-Allianz feststellen, dass Menschen in akademischen Berufen am wenigsten auf der Arbeit gefehlt haben. Am gesündesten waren in 2009 demnach die Naturwissenschaftler, sie fehlten gerade mal fünf Tage. Ebenfalls zur Gruppe mit dem niedrigsten Krankenstand für das vergangene Jahr gehörten die Elektroingenieure (6 Tage), Geisteswissenschaftler (7 Tage), Hochschullehrer (8 Tage) und die Ärzte und Wirtschaftsprüfer (10 Tage).
Bei den Spitzenreitern in puncto Krankenstand kommt die Kasse bei weitaus höheren Fehlzeiten an. So sollen die Straßenkehrer mit rund 35 Fehltagen am häufigsten der Arbeit fern geblieben sein. Doch auch andere Berufsgruppen, die mit Kranken zu tun haben, fehlen selbst häufiger. Krankenpfleger sollen laut den Angaben der Krankenkasse 30 Tage krank gewesen sein und auch die Sozialarbeiter kommen mit 26 Tagen auf einen vergleichsweise hohen Krankenstand.
Bei den Ursachen für die Krankmeldungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung an erster Stelle Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes mit 22,1 Prozent vor Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen sowie Atem- und Lungenerkrankungen (18,7 Prozent) genannt. Genauso wie auch der letzte Gesundheitsreport des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen im Dezember festgestellt hatte, gilt auch für die KKH-Allianz Versicherten, dass psychische Belastungen immer häufiger Gründe für Erkrankungen und Fehlzeiten sind.
Ob sich die Akademiker gesünder als andere ernähren, mehr Sport machen oder durch eine bessere Versorgung mit privaten Krankenzusatzversicherungen fitter sind als beispielsweise die Sozialarbeiter, darauf geht die Krankenkasse in ihren Ausführungen nicht ein. Fest steht laut Studie jedoch, dass jüngere Arbeitnehmer unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe deutlich weniger fehlen als ältere. So sollen Beschäftigte zwischen 26 und 35 Jahre nur 11 Tage, Arbeitnehmer über 55 Jahre ganze 25 Tage im letzten Jahr gefehlt haben.
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