Warentest ermittelt große Preisunterschiede bei gesetzlichen Krankenkassen
Warentest ermittelt große Preisunterschiede bei gesetzlichen Krankenkassen
Spätestens bei der Ankündigung zur Erhebung eines Zusatzbeitrags durch seine Krankenkasse hat der eine oder andere bereits nachgerechnet, ob sich für ihn ein Verbleib in der Kasse lohnt oder nicht. Das ist, wie man beinahe täglich den Medien entnehmen kann, für die betreffende Krankenkasse oft genug schon schlecht ausgegangen. Selbst bei vermeintlich geringen zusätzlichen Beiträgen in der Größenordnung von etwa acht Euro pro Monat soll teilweise ein regelrechtes Fluchtverhalten der Versicherten in Richtung der Kassen ohne Zusatzbeitrag eingesetzt haben.
Das hat wohl auch die Stiftung Warentest interessiert, weshalb sie sich für ihre aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Finanztest einmal genauer auseinander gesetzt hat mit den Preisen der gesetzlichen Krankenkassen. Das Ergebnis des Vergleichs bewegt sich in einer Größenordnung, wie sie viele wohl nicht für möglich gehalten hätten. So soll der größte Preisunterschied, den die Tester ausmachen konnten, bei etwa 500 Euro liegen. Möglich ist dieser Unterschied jedoch nicht allein durch die Zusatzbeiträge, auch die Prämien, die einige Krankenkassen ihren Mitgliedern für deren Treue zahlen, sind dabei laut den Angaben von Warentest mit berücksichtigt worden.
Nach den Informationen der Stiftung Warentest sind derzeit noch nicht einmal ein Viertel der gesetzlich Krankenversicherten von einem Zusatzbeitrag betroffen. Außerdem sollen, so die Tester, mehr als 50 Krankenkassen zugesichert haben, in 2010 keinen zusätzlichen Beitrag zu verlangen. Betroffenen, die sich die Kosten lieber sparen wollen, räumen die Experten gute Chancen durch einen Wechsel der Krankenkasse ein.
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