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Wohin geht der Sparkurs in der GKV?

Wohin geht der Sparkurs in der GKV?

Das Erbe von Bundesgesundheitsminster Rösler ist sicher kein leichtes: Immerhin steht die Rettung des Gesundheitswesens auf dem Plan, Konzepte für Einsparungen zur Finanzierbarkeit sind gefragt.

Wohin geht der Sparkurs in der GKV?

Und während der Präsident der Bundesärztekammer weiterhin die Priorisierung als mögliche Lösung anbietet, hält der GKV-Spitzenverband auch die elektronische Gesundheitskarte für ein geeignetes Mittel.

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler sieht einigen Handlungsbedarf bei der Gesundheitspolitik. Im Vordergrund seiner Arbeit wird wohl immer die Kostenseite stehen, die er im Griff haben soll. Gleichzeitig gilt es, trotz aller Sparmaßnahmen auch an das Patienten- bzw. Versichertenwohl der über 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu denken.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, hält weiterhin die Priorisierung für eine geeignete Sparmaßnahme. Erst kürzlich erklärte er dazu, dass sie der stetigen Rationierung von Leistungen vorzuziehen sei. Nach seinem Verständnis hätten dann bestimmt Patientengruppen wie zum Beispiel Herzkranke bzw. medizinisch notwendige Behandlungen Vorrang vor anderen. Bei aller Priorisierung sei er jedoch auch dafür, dass es Transparenz für die Patienten und Platz für Spielräume gebe.

Auf einer anderen Baustelle des Gesundheitswesens bewegt sich derzeit der GKV-Spitzenverband. Nach einem Gespräch mit Gesundheitsminister Rösler, bei dem es um die Bestandsaufnahme für den Aufbau der Telematikstruktur (Stichwort elektronische Gesundheitskarte) ging, veröffentlichte der Spitzenverband ein Positionspapier mit dem Titel „Perspektiven für Reformen“. In dem Papier erklärt der GKV-Spitzenverband seine Positionen für ein zukunftsfestes Gesundheitssystem.

Neben Punkten wie Nachhaltigkeit und besserer Transparenz für Versicherte ist dort nichts von weit reichender Priorisierung zu lesen. Stattdessen scheint die GKV eher auf die elektronische Gesundheitskarte zu setzen. Von ihr verspricht sie sich laut Positionspapier unter anderem eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. Allerdings, so die Ausführungen weiter, sei ein Neustart dringend nötig. Wann und ob der kommen wird, ist allerdings wie auch schon so oft in den letzten Jahren wieder einmal unklar.

Wer sich von der neuen Regierung und dem neuen Gesundheitsminister vielleicht eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung erhofft hatte, wird wohl enttäuscht werden. Um eine private Krankenzusatzversicherung, die gesetzlich Versicherte bei einem privaten Krankenversicherer (PKV) abschließen können, wird er auch auf lange Sicht nicht drumherum kommen.

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