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Gesundheitsfonds

Kritik an Gesundheitsfonds hält an

Kritik an Gesundheitsfonds hält an

Das deutsche Gesundheitssystem wurde in den vergangenen Jahren schon häufig als „auf Dauer untragbar“ bezeichnet. Der Gesundheitsfonds sollte nach dem Willen der Politik einiges verbessern.

Kritik an Gesundheitsfonds hält an

Und doch haben viele gesetzlich Versicherte bereits private Zusatzversicherungen abgeschlossen oder ihre Kasse ganz gewechselt.

Wir hören es seit Jahren: Unsere Sozial- und Solidarsysteme brechen zusammen, sie stehen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen wie dem demographischen Wandel vor dem Kollaps. Für das Gesundheitssystem liegen einige der bedeutsamen Herausforderungen in den steigenden Zahlen behandlungs- und betreuungsintensiver älterer Menschen und der Verringerung an Beitragszahlern.

Letzter Aspekt wird augenblicklich noch zusätzlich durch die Wirtschaftskrise angeheizt, durch die sich die Einnahmensituation der Krankenkassen verschlechtert. Dazu hatte sich vor einigen Tagen auch der GKV-Schätzerkreis mit einer Negativprognose gemeldet. Demnach könnten die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen in diesem Jahr konjunkturell bedingt um 2,9 Milliarden zurückgehen.

Dazu hat sich auch der Vorsitzende der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, geäußert. Seiner Meinung nach zeigt das vom Schätzerkreis prognostizierte Milliardendefizit des Gesundheitsfonds eindeutigen Handlungsbedarf seitens der Politik. Damit es nicht zum „Flächenbrand“ im deutschen Gesundheitssystem komme, müsse die Politik die staatlichen Zuschüsse für die gesetzlichen Kassen erhöhen, statt den Finanzproblemen mit Darlehen beikommen zu wollen.

Ähnliches ließ auch der frühere Superminister für Arbeit und Wirtschaft, Wolfgang Clement, beim 4. KKH-Allianz-Forum verlauten. Er warnte davor, die „unmissverständlichen Hinweise auf die Fehlentwicklung“ im derzeitigen Gesundheitssystem zu übersehen. „Das Gesundheitssystem ist krank und muss von Grund auf erneuert werden.“ so der Ex-Minister weiter.

Dass eine Erholung des Gesundheitssystems aber nicht einfach durch die Schaffung einer Einheitsversicherung zu erreichen ist, davon sind die Bundesärztekammer und der Verband der Privatärztlichen VerrechnungsStellen e.V. (PVS/Verband) überzeugt. Nach deren Meinung sei eine Rückführung der solidarischen Grundversorgung für das GKV-Leistungsspektrum bei gleichzeitigem Bestehen der privaten Krankenversicherungen der einzige Weg für das angeschlagene Gesundheitswesen. Denn nur durch das Vorangehen der PKV durch medizinische Innovationen sei ein hohes Versorgungsniveau sicher.

Dieser Ansicht sind offenbar auch viele Bundesbürger: Private Zusatzversicherungen zur Ergänzung der oftmals als unzureichend empfundenen Leistungen der GKV liegen im Trend. Aber auch der Weg ganz in die private Krankenversicherung scheint für einige ein Lösung, wie die steigenden Mitgliederzahlen mancher Versicherer vermuten lassen. "

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