Bruttolöhne 2009 gesunken
Bruttolöhne 2009 gesunken
Im letzten Jahr konnte man immer wieder von Studien der verschiedenen Meinungsforschungs-Institute lesen die von ihren Teilnehmern wissen wollten, in wie weit sie die Wirtschaftskrise persönlich beeinträchtige. Nicht selten gaben die Befragten zur Antwort, dass ihnen die Krise nichts anhabe und sie von ihr nahezu unberührt seien.
Seit gestern ist jedoch bekannt, dass die Krise im letzten Jahr zumindest statistisch betrachtet sehr wohl auf jeden ihren Einfluss gehabt hat, und zwar bei der Entwicklung der Löhne. So soll nach den vorläufigen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für 2009 der durchschnittliche Bruttoverdienst aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im letzten Jahr gesunken sein. Der Rückgang der Bruttoverdienste, den Destatis als den ersten seiner Art seit Gründung der Bundesrepublik markiert, soll sich auf eine Größenordnung von 0,4 Prozent belaufen. Das bedeutet ein neues durchschnittliches Bruttoeinkommen von 27.648 Euro.
Die Frage nach den Gründen für den Rückgang der Löhne erklärt das Statistische Bundesamt mit einigen Aspekten der Wirtschaftskrise. So sei hier als Hauptschuldige die Kurzarbeit zu sehen, aber auch der Abbau von Überstunden soll mit zur Schmälerung der Löhne geführt haben.
Doch nicht allein die Krise kann für diesen Umstand herangezogen werden, sondern auch die Beiträge zur privaten Krankenversicherung, teilt Destatis mit. Da die Buchung der Beiträge von Arbeitgeberseite seit 2009 nicht mehr auf die Bruttoverdienste angerechnet werden sollen sondern als Arbeitgebersozialbeitrag klassifiziert werden, ist der Rückgang der Bruttolöhne etwa doppelt so hoch ausgefallen.
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