PKV fordert Gleichbehandlung der Versicherten bei Arzneimittelkosten
PKV fordert Gleichbehandlung der Versicherten bei Arzneimittelkosten
Schon seit einigen Monaten ist die Reform der Arzneimittelpolitik im Gespräch. Bundesgesundheitsminister Rösler hatte bereits vor einiger Zeit „seine“ Eckpunkte zur Arzneimittelversorgung vorgestellt. Ende April schließlich beschloss das Kabinett diese Eckpunkte zur Umsetzung des Koalitionsvertrages in puncto Arzneimittelversorgung. Die Pläne sehen unter anderem vor, dass die Preise für Arzneien künftig wirtschaftlich und in ihren Kosten effizient sein sollen. Darüber hinaus soll den gesetzlichen Krankenkassen die Gelegenheit per Gesetz eingeräumt werden, die Preise mit den Medikamentenherstellern direkt zu verhandeln.
Was an sich gut klingt, findet Volker Leienbach, der Direktor des Verbands der privaten Krankenversicherung, weniger amüsant. „Dass Arzneimittelrabatte per Gesetz für 90 Prozent der Versicherten gelten sollen, nur nicht für die rund neun Millionen Privatversicherten, ist keinem Betroffenen zu vermitteln“, klagt er an. Dieses Vorgehen sei auch deshalb niemandem begreiflich zu machen, weil die Arzneimittelausgaben in der PKV zwischen 1997 und 2007 um 85 Prozent, in der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) dagegen nur um 68 Prozent gestiegen sein, argumentiert er weiter.
Dem Gesundheitsministerium wirft er die Ungleichbehandlung der Versicherten vor und zeigt auf, dass künftig allein der Versicherungsstatus über den Preis eines Medikaments entscheide. Er fordert die Gleichbehandlung der Versicherten beider Versicherungssysteme. Ob diese Forderung Gehör finden wird, ist fraglich. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet bereits am Gesetzesentwurf zu den Eckpunkten der Arzneimittelversorgung.
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