PKV
PKV steigt bei der Gesundheitskarte aus
Allerdings gibt es bislang keine Verpflichtung für Ärzte, ihren Privatpatienten diese Karte auch abzunehmen. Hier fordert die PKV Nachbesserung, um eine Investitionssicherheit beim Projekt Gesundheitskarte zu haben. Andernfalls wolle man die Finanzierung dafür stoppen.
Die elektronische Gesundheitskarte erscheint einigen Bundesbürgern womöglich schon wie ein Projekt, das niemals über die Pilotphase zu einer Institution werden kann. Kein Wunder, schließlich ist es in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder zu Verzögerungen bei der Einführung der Karte gekommen. Ursprünglich war der Start der elektronischen Gesundheitskarte für den Beginn des Jahres 2006 angedacht, doch mit welchem Termin nun letztlich gerechnet werden darf, ist nicht absolut sicher.
Nun ist man neben den Sicherheitsproblemen und Streitigkeiten über die notwendigen Tests vor der flächendeckenden Einführung der Gesundheitskarte, die unter anderem als mitverantwortlich für die Verzögerungen gelten, auf ein weiteres Problem aufmerksam geworden: Ärzte, Apotheker und Kliniken sind bislang nicht dazu verpflichtet worden, die elektronischen Gesundheitskarten auch von den PKV-Versicherten annehmen und verwenden zu müssen.
Der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV), Volker Leienbach, hat in einer Stellungnahme dazu erklärt, dass dieser Zustand nicht hinnehmbar sei. Er untermauerte seine Argumentation mit dem Engagement der PKV für die elektronische Gesundheitskarte. Die PKV habe sich von Beginn an um die Gesundheitskarte und deren Einführung bemüht und sich deshalb auch freiwillig an der Betreibergesellschaft gematik beteiligt.
Doch solange nicht dafür gesorgt sei, dass die Versicherten der PKV ihre Gesundheitskarte auch tatsächlich benutzen können, werde die PKV alle Projekte zur Gesundheitskarte vorerst stoppen. Das bedeute, wie der Direktor weiter erklärte, dass die PKV sich nicht weiter an den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur beteiligen werde und auch die Tests dazu stoppen werde.
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