Unisex Tarife für Versicherungen – längst überfällig oder eine Zumutung für Männer?
Unisex Tarife für Versicherungen – längst überfällig oder eine Zumutung für Männer?
Die rechtliche Gleichberechtigung durchzusetzen, das funktioniert seit einigen Jahren mal schlecht, mal recht. Doch nun hat der Europäische Gerichtshof kurz vor dem Weltfrauentag ein neues Schlachtfeld für die Geschlechter und diesmal auch für die Versicherungswirtschaft aufgemacht. Geht es nach dem Willen des Europäischen Gerichtshofes, dann sollen Männer und Frauen für Versicherungen künftig die gleichen Beiträge zahlen. Die bisherige Lösung, nach der Frauen bei einigen Versicherungen aufgrund ihres Geschlechts mehr bezahlen, soll es dann so nicht mehr geben.
Während Frauen bislang in der Regel höhere Beiträge für die Private Krankenversicherung, private Zusatzversicherungen und auch für die private Rentenversicherungen zu zahlen hatten, soll dies nun bald dein Ende haben. Der Verband der Privaten Krankenversicherung sieht das allerdings schon als ein Problem. Er sieht das bewährte Prinzip der Versicherung in Frage gestellt. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006, so der PKV Verband, werden die Kosten von Geburt und Schwangerschaft in der Privaten Krankenversicherung zu gleichen Teilen unter den Geschlechtern geteilt.
Doch das jetzt ganz einfach damit gerechnet werden könne, dass Männer künftig mehr Geld für Versicherungen zu zahlen hätten und Frauen weniger, ist so wohl auch nicht richtig. Sollte die flächendeckende Verpflichtung zu den sogenannten Unisex Tarifen kommen, dann sieht der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach, darin für kein Geschlecht eine große Veränderung in den Beiträgen. Er rechnet ob der Verteilung von 60 Prozent männlicher Mitglieder auf 40 Prozent weibliche Mitglieder in der Privaten Krankenversicherung durchschnittlich nicht mit gravierenden Änderungen.
Unsere Experten vor Ort beraten Sie gerne und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot!
Mehr Infos anfordern »


