Wenn die Krankenversicherung die Arztrechnungen prüft
Wenn die Krankenversicherung die Arztrechnungen prüft
Scheinbar steht nicht nur die gesetzliche Krankenversicherung in diesem Jahr - beziehungsweise mit Blick auf das nächste Jahr wahrscheinlich auch weiterhin – ganz gut da. Auch bei den privaten Krankenversicherungen kann sich der eine oder andere Versicherer über ausgeglichene Finanzen insofern freuen, als dass er seine Mitglieder nicht von großen Beitragserhöhungen überzeugen muss. Dies zumindest berichtet dieser Tage die Süddeutsche Kranken Leben Allgemeine (SDK) von sich. So will der Versicherer im nächsten Jahr nur durchschnittlich 1,2 Prozent mehr Beiträge von seinen Versicherten in der Krankenvollversicherung, für Versicherte mit einer Krankenzusatzversicherung steigen die Preise im Schnitt um 3,6 Prozent.
Für diese Beitragserhöhungen, die der SDK Vorstandsvorsitzende Klaus Henkel als außerordentlich gering bezeichnet, hat die SDK eigenen Bekundungen zufolge auch einiges getan. So soll der Versicherer zum Beispiel keine Tarife schließen, was ihn von vielen Wettbewerbern unterscheidet. Das wird zu guter Letzt aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass die SDK nicht wie manch anderes Unternehmen ständig neue Tarife auflegt. So zeigt sich die SDK stolz auf ihr altes Tarifwerk. Ein anderer Umstand, der bei der SDK zum Standard gehören soll, könnte ebenso für Kundenzufriedenheit und geringere Kosten sorgen. So soll jeder privat Versicherte hier unter entsprechenden Umständen das Recht auf einen Tarifwechsel haben.
Etwas, über das hin und wieder in der Zeitung zu lesen ist, sind falsche Abrechnungen von Ärzten und Kliniken, nicht nur bei längst toten Patienten. Darum prüft die SDK eigenen Angaben zufolge die Rechnungen von Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern, und spart damit gleichzeitig Geld ein. In 2010 sollen das mehr als 2,5 Millionen Euro gewesen sein.
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