Altersvorsorge
Altersvorsorge ist vorerst krisensicher
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) befragte im Rahmen seiner monatlichen repräsentativen Studie „DIA Deutschlandtrend Vorsorge“ im Mai 2009 die Bürger nach ihrer Einschätzung zu möglichen Verlusten bei der Altersvorsorge, die die Finanzmarktkrise verursacht haben könnte. Dabei gaben laut DIA 20 Prozent der Befragten die Vermutung ab, einen Verlust von über 50 Prozent erlitten zu haben. Im Durchschnitt ergab sich ein erwarteter Verlust von immerhin 20 Prozent.
Laut Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, dem Leister der DIA-Studie, sind beide Einschätzungen jenseits der Realität angesiedelt. Der nominale Verlust der gesamten Altersvorsorge liege ihm zufolge bei den meisten bundesdeutschen Haushalten bei weniger als drei Prozent. Diesen Wert kennt Raffelhüschen aus einer Berechnung, die die DIA Untersuchung an zehn typischen Haushalten durchgeführt hat. Diese zehn Haushalte verfügen über repräsentative Altersvorsorge Produkte, wodurch sie laut DIA für etwa 80 Prozent der Haushalte in Deutschland stehen können.
Die Berechnung der als repräsentativ geltenden Wertentwicklungen der Altersvorsorge dieser Haushalte seit 2003 bzw. 2007 habe ergeben, dass die tatsächlichen Verluste real bei etwa fünf Prozent gelegen haben.
Das Ergebnis zeigt, so die DIA, dass die „gefühlten Verluste“ der Bundesbürger bei der Altersvorsorge wesentlich höher sind, als die realen. Das Institut sagt ernsthafte Einbußen für private Rente und Co erst bei dauerhaft schlechter Konjunktur voraus.
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