Altersarmut
Angst vor Altersarmut zieht Qualifizierte ins Ausland
Dabei kann die „Berliner Erklärung“ als wichtiger Vorreiter für den „Umgang mit dem Unumgänglichen“ gesehen werden.
Einer aktuellen repräsentativen Postbank Studie zufolge soll die Zahl der Auswanderer und Auswanderungswilligen zwischen 2006 und 2008 deutlich angestiegen sein. Wie das für die Studie von der Postbank beauftragte Institut für Demoskopie Allensbach herausfand, ist die Angst vor Altersarmut häufig die treibende Kraft für die Emigration.
21 Prozent der deutschen Akademiker geben laut der Befragung eine Auswanderungsbereitschaft bei schlechter Altersversorgung an. Vor allem weisen mit 23 Prozent die jungen Berufstätigen unter 29 Jahren eine hohe Bereitschaft auf, bei drohender Altersarmut der Heimat den Rücken zu kehren.
Worin die Angst vor der Zukunft als Rentner begründet liegen könnte, darüber gibt die aktuelle repräsentative von TNS Infratest durchgeführte Studie der Commerzbank-Initiative UnternehmerPerspektiven Aufschluss. Laut der Untersuchung zum Arbeitsmarkt von morgen fehlt es dem Mittelstand vielfach an Lösungen für ältere Arbeitnehmer. Über ein Drittel der befragten 4000 mittelständischen Unternehmen sieht zudem keine Chance für eine Beschäftigung bis 67.
Einen ersten Schritt zum Umdenken haben jetzt fünf große Unternehmen und zwei Verbände gemacht, unter ihnen auch der Berufsverband deutscher Soziologinnen und Soziologen. Sie haben sich mit der „Berliner Erklärung“ zur aktiven Gestaltung des demographischen Wandels verpflichtet. Sie wollen sich unter anderem dafür einsetzen, dass ältere Arbeitnehmer länger beschäftigt werden und die betriebliche Altersvorsorge stärken.
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