Altersvorsorge
Berliner und Brandenburger bei der Altersvorsorge im Hintertreffen
Trotzdem bescheinigt eine Studie den Bürgern dieses Landstrichs einen Umgang mit der privaten Rente, der auch ein wenig Sorglosigkeit vermuten lässt.
Auch und gerade in der Finanzkrise legen die Bürger Geld für's Alter auf die hohe Kante und investieren in Produkte zur privaten Altersvorsorge. Das ist in Berlin und Brandenburg nicht anders. Eine neue Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov Psychonomics AG bestätigt das. Für die vom Regionalversicherer Feuersozietät und der Versicherungskammer Bayern in Auftrag gegebene repräsentative Studie mit dem Titel "Altersvorsorge in der Finanzmarktkrise" wurden 1250 Bundesbürger der Altersgruppe 18 bis 65 Jahre befragt.
Die Befragung fand heraus, dass sich die monatlich für die private Rente aufgebrachte Summe zwar nicht geändert habe, die Menschen an der Spree aber vorsichtiger geworden sind bei der Geldanlage. Während die Wahl geeigneter Geldanlagen im letzten Jahr noch überwiegend von den Renditechancen der Anlage motiviert gewesen sein sollen, stehe für die Berliner und Brandenburger nun die Sicherheit ihrer Altersversorgung im Vordergrund. Investmentfonds und Aktien kämen -so die Studie- deshalb nur noch für 14 bzw. 8 Prozent der Anleger für ihre private Absicherung in Frage.
Trotz allen vorsichtigen Umgangs mit der privaten Rente kann die Studie den Berlinern und Brandenburgern aber auch einen Nachholbedarf in Sachen Altersvorsorge nachweisen. Denn anders als sonst überall in Deutschland wirken hier nur 68 Prozent der Bürger der Lücke in der gesetzlichen Rentenversorgung entgegen, der Gesamtdurchschnitt kommt dagegen auf 75 Prozent. Auch die investierte Summe ist mit 85 zu 127 Euro deutlich kleiner.
Ein möglicher Grund für das schlechtere Engagement bei der privaten Altersvorsorge könnte in der guten Stimmung der Region begründet liegen: Wie die YouGov Studie herausfand, ist der Anteil derer, die eine Verbesserung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation schon innerhalb des nächsten Jahres erwarten mit 24 Prozent deutlich höher als im Rest Deutschlands. Dort nehmen dies nämlich nur 18 Prozent der Bürger für sich an.
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