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Risiko Berufsunfähigkeit

Risiko Berufsunfähigkeit weiter unterschätzt

Risiko Berufsunfähigkeit weiter unterschätzt

Die Allianz Deutschland hat gerade ihre Ergebnisse einer Studie zur Berufsunfähigkeit vorgelegt. Demnach unterschätzten die meisten Bundesbürger das Risiko, berufsunfähig zu werden. Lediglich 15 Prozent der Deutschen über 14 Jahre sollen über eine oder mehrere BU-Versicherungen verfügen.

Risiko Berufsunfähigkeit weiter unterschätzt

Plötzlich berufsunfähig – sei es durch Krankheit oder Unfall – eine schreckliche Vorstellung. Für viele Bundesbürger offenbar so schrecklich, dass sie sich lieber keine Gedanken um eine Absicherung machen. Das könnte man zumindest beim Anblick der neuesten Zahlen zur Berufsunfähigkeitsvorsorge denken, die die Allianz nun vorgelegt hat.

In einer repräsentativen TNS Infratest Studie, die sie gemeinsam mit anderen Versicherungsunternehmen in Auftrag gegeben hatte, wurde herausgefunden, dass die Zahl der Versicherten mit BU-Schutz seit 2002 kaum gestiegen ist. Lediglich 15 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre hätten demnach eine oder mehrere Berufsunfähigkeitsversicherungen auf privater Basis.

Dabei soll häufig die Fehlannahme Berufsunfähigkeit sei meist nur ein Risiko der körperlich arbeitenden Erwerbstätigen, zu mangelnder Absicherung gegen den Ernstfall führen. Seit Jahren wird jedoch davor gewarnt, Berufsunfähigkeit immer nur als Folge eines Unfalls zu sehen. Auch wenn das dennoch bei vielen Erwerbstätigen der Fall ist, mehrheitlich sollen Krankheiten für Berufsunfähigkeit sorgen, beispielsweise psychische Erkrankungen oder Skelett-Schäden. Und die können so ziemlich jeden betreffen, vom „Schreibtischtäter“ bis zum hart arbeitenden Menschen.

Laut Berichterstattung der Allianz soll die Zahl der berufsunfähig werdenden Erwerbstätigen in Deutschland bei jährlich 200.000 Personen liegen. Mit Berufung auf das Statistische Bundesamt wird hier davon berichtet, dass jeder Fünfte vom vorzeitigen Ausscheiden aus der Erwerbsarbeit betroffen sei.

Daher wird nicht nur von Versicherern und Verbraucherschützern, sondern auch vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf die Wichtigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung hingewiesen. Diese sollte bereits in jungen Jahren abgeschlossen werden, was sich einerseits wegen der Laufzeitlänge andererseits wegen der noch geringen Gesundheitsrisiken und Vorerkrankungen günstig auf die Beiträge auswirken soll.

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