Altersvorsorge für 400 Euro Kräfte
Betriebliche Altersvorsorge für 400 Euro Kräfte
Wer Pech im Berufsleben hat oder nicht so viel arbeiten möchte, der bedient sich nicht selten eines 400 Euro Jobs. Die geringfügige Beschäftigung, die bei vielen nach dem Prinzip brutto gleich netto vergütet wird, hat aber leider wenig Möglichkeiten zur Entfaltung zu bieten. Das gilt insbesondere für die Aspekte Mehrarbeit, Lohnerhöhung oder Weihnachtsgeld, sofern der Beschäftigte seine 400 Euro allmonatlich ausschöpft.
Wenn der Arbeitgeber den Lohn erhöhen möchte ergibt sich schnell das Problem, dass dadurch bei gleich bleibender Arbeitszeit die Grenze von 400 Euro geknackt wird. Das bedeutet in der Regel nichts Gutes, weder für Arbeitnehmer, noch für den Arbeitgeber. Beide haben in diesem Fall mit einer steuerlichen Belastung zu rechnen, die höher liegen kann, als bei einem 400 Euro Job. Für den Angestellten lohnt sich der Job dann häufig gar nicht mehr.
Damit auch 400 Euro Kräfte zu einem Mehr an Leistungen kommen können, hat die Continentale ihre PensionLine Tarife jetzt auch Minijob tauglich gemacht. Die Tarife sollen laut Versicherer nun als Minijob-bAV angeboten werden und per Entgeltumwandlung zu einer zusätzlichen Rente anwachsen können.
Der Clou an der Sache, auf den die Continentale hinweist, ist eine steuer- und sozialabgabenfreie Direktversicherung. Hierbei soll der Arbeitgeber den zusätzlichen Lohnanspruch des Mitarbeiters nicht auszahlen, sondern direkt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Nach dem Beispiel der Continentale könne sich der Minijobber, der so die Einkommensgrenze von 400 Euro nicht überschreite, über eine Rente im Alter freuen. Nach den Angaben des Versicherers sei so nach 20 Jahren eine monatliche Rente von ca. 200 Euro drin, sofern zwei bis drei Stunden mehr pro Woche gearbeitet würden.
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