Fast jeder Zweite hat kein Geld für Altersvorsorge
Fast jeder Zweite hat kein Geld für Altersvorsorge
Der neueste DIA Deutschland Trend Vorsorge bescheinigt der Finanzkrise eine abnehmende Relevanz für die private Altersvorsorge. Der Trendbericht des Deutschen Instituts für Altersvorsorge veranschaulicht bereits zum achten Mal die Stimmungen und Aktivitäten der Bevölkerung zum Thema Altersvorsorge. Für den repräsentativen Bericht wurden 1042 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren befragt, die mit einer Mehrheit von 64 Prozent (3. Quartal 55%) angaben, dass sie weder für sich selbst noch für ihre Altersvorsorge einen Schaden durch die Finanzkrise erleiden mussten.
Negativ entwickelte sich dagegen aber die Bereitschaft der Bürger, etwas in die private Altersvorsorge zu investieren. Zwar schreiben die meisten Befragten seit der Finanzkrise die Sicherheit in Geldfragen groß, beinahe die Hälfte von ihnen (46%) glaubt jedoch nicht, innerhalb der nächsten 12 Monate Geld für Riester , Rürup und Co zur Verfügung zu haben. Die kurzfristige Abschlussbereitschaft sank von 25 auf 19 Prozent und senkt damit den DIA Deutschland Trend auf 100 Zähler.
Parallel zur gesunkenen Abschlussbereitschaft können sich für mehr Geld im Alter nur 20 Prozent der Befragten vorstellen, bis zu ihrem 67. Lebensjahr zu arbeiten. Eine stufenweise Anhebung des Renteneinstiegsalters halten gerade mal zwölf Prozent für notwendig, 62 Prozent der Erwerbstätigen lehnen die Anhebung ab. Sie verlassen sich womöglich auf den Ausschluss zukünftiger Rentenkürzungen, den die alte Bundesregierung proklamiert hatte. Auch wenn dieser von den meisten Befragten positiv bewertet wird, 80 Prozent glauben, dass damit künftig geringere Rentenerhöhungen einher gehen werden.
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