Deutsche kennen Rentenhöhe und sorgen trotzdem immer später vor
Deutsche kennen Rentenhöhe und sorgen trotzdem immer später vor
Wer heute erwerbstätig ist und womöglich noch Jahrzehnte lang zu arbeiten hat, der weiß oftmals nicht, wie viel Rente er sich im Alter erwarten darf. Und lässt er sich diese dann errechnen, ist nicht selten die Verwunderung darüber groß, dass am Ende meist doch verhältnismäßig wenig übrig bleiben wird.
Nach den Kenntnissen der eigenen zu erwartenden Rentenhöhe und anderen Themen rund um Rente und Altersvorsorge fragte kürzlich auch die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) im Auftrag der Axa. Dabei wurden über 13.000 Menschen in über 13 Ländern, unter anderem auch in Deutschland, Frankreich und den USA, befragt. Dabei stellte sich heraus, dass sich 62 Prozent der Deutschen als ziemlich sicher einschätzen, die spätere Höhe der eigenen gesetzlichen Rente zu kennen. Im Vergleich zu den Spaniern, bei denen nur ein Viertel diese Aussage machte, 75 Prozent also in Sachen Rentenhöhe im Dunkeln tappen, ist das ein ziemlich guter Informationsstand der Deutschen.
50 Prozent der jungen Erwerbstätigen zwischen 25 und 34 Jahren gehen beim Gedanken an ihre spätere Rente davon aus, dass diese ihnen nicht zum Leben reichen wird. Die Hälfte der genannten Altersgruppe glaubt sogar, dass sie sich einen Großteil ihres Einkommens im Ruhestand aus privater Altersvorsorge durch Riester-Rente, Lebensversicherung und Co wird holen müssen. Verglichen mit dem, was Renten- und Finanzexperten seit Jahren raten – nämlich privat möglichst gut vorzusorgen – zeigt das sicher die richtige Einstellung. Der scheinen aber nur wenig gute Taten zu folgen. So sollen 2007 72 Prozent der Deutschen mit Anfang 30 schon vorgesorgt haben, die heute in diesem Alter befindlichen Bürger sollen dies laut Studie nur noch zu 46 Prozent von sich behaupten.
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